Teichsanierung in der Naturschutzstation Herrenhaide

Der NABU, Regionalverband Erzgebirge e. V. (NABU RVE) hatte sich mit dem Projekt „Teichsanierung des Folienteiches in der Naturschutzstation Herrenhaide“ im „30-Jahre-NABU-Sachsen-Ideenwettbewerb beteiligt und damit den zweiten Platz belegt. Deshalb wurde die Teichsanierung vom NABU Sachsen gefördert. Der NABU RVE gewährleistet als Pächter einer Teilfläche des Stationsgeländes u. a. die praktische Naturschutzarbeit mit der Mahd der artenreichen Grünlandflächen und hatte in den letzten Jahren bereits zwei verlandete Kleinteiche saniert. Die NABU RG Burgstädt nutzt das Stationsgelände für die umweltpädagogische Arbeit und die Öffentlichkeitsarbeit. Der Folienteich mit einer geringen Wassertiefe war fast völlig verlandet und in den Sommermonaten vollständig ausgetrocknet. Ziel der Teichsanierung war die Wiederherstellung eines Stillgewässers mit dauerhafter Wasserführung, dass als Amphibienlaichgewässer geeignet ist. Im Gelände der Naturschutzstation wurden bisher Gras- und Springfrosch, Erdkröte, Teich-, Berg- und Kammmolch festgestellt. Das Gewässer mit einer Größe von 150 m² bietet jetzt auch wieder anderen an das Wasser gebundenen Arten Lebensraum. Außerdem wurde die Teichfolie entfernt, wobei durch die vorhandene tonhaltige Teichsohle eine zusätzliche Abdichtung mit Ton nicht erforderlich war. Die abgelagerten Teilbereiche des Oberbodens mit der Ufervegetation wurden wieder eingebaut und zusätzlich wurden zwei Steinhaufen mit Totholz als Überwinterungsquartier für Amphibien errichtet. Durch die Sanierung des Teiches konnte die Attraktivität des Geländes der Naturschutzstation Herrenhaide erhöht werden, wovon sich die Besucher der Naturschutzstation selbst überzeugen können.

Fotos: Lutz Röder