Abschlussbericht zur Amphibienzaunbetreuung in Sachsenburg

Der NABU hatte 2005 festgellt, dass an der S202 in Sachsenburg während der Hauptwanderzeit erhebliche Verluste an Amphibien durch den Straßenverkehr festgestellt wurden. Deshalb betreut der NABU, RV Erzgebirge e. V. (NABU) seit 2006 den bekannten Konfliktpunkt der Amphibienwanderung in Sachsenburg. Auch 2017 wurden in der Zeit vom 7.3 bis 8.5. die Tiere täglich am Zaun erfasst und über die Straße getragen. Insgesamt konnten 1016 Tiere, vorwiegend Erdkröten, aber auch Knoblauchkröte, Gras- und Teichfrosch sowie Kamm- und Teichmolch am Zaun festgestellt werden. Durch die Schutzmaßnahmen während der Hauptwanderzeit in einem Zeitraum von 6-8 Wochen hat insbesondere die Anzahl der Erdkröten seit 2006 im Gebiet zugenommen. Waren es 2012 nur 262 Tiere, 2013 und 2014 611 bzw. 657 Tiere, so sind seit 2015 jeweils mehr als  1000 Tiere ,2016 sogar 1499 Tiere, die bei Hin- und Rückwanderung erfasst wurden. Durch den zunehmenden Straßenverkehr, die Erweiterung bebauter Flächen, die Entwässerung von Feuchtgebieten und den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sind die Amphibien, die eine bedeutende Rolle im natürlichen Kreislauf spielen, zunehmend gefährdet.


Die Betreuung des Amphibienzaunes wird im Rahmen der Richtlinie „Natürliches Erbe“ durch den Freistaat Sachsen gefördert.